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Sturmtour nach Lechbruck mit Gegenwind und Wolkenzauber

Graue, tief hängende Wolkenwände, eine steife Brise aus Westen und das unverkennbare Rauschen des Windes in den Bäumen – das waren die Rahmenbedingungen, als Angela und ich am späten Nachmittag unsere zwei i:SY Kompakträder vom Uebler i21 Heckträger unseres Autos luden. Viele würden bei diesem Wetter wohl lieber gemütlich auf dem Sofa bleiben, doch uns zog es magisch hinaus in die Natur rund um Füssen. Unser Plan für den Abend: Eine sportliche, knapp 31 Kilometer lange Schleife über die alte Bahnlinie bis nach Lechbruck und entlang des wildromantischen Lechs wieder zurück. Was als windiges Abenteuer begann, entwickelte sich dank erstklassiger Technik und einer dramatischen Lichtstimmung zu einem echten, unvergesslichen Highlight unseres Urlaubs.

Auf alten Schienen dem Wind davonfliegen

Unser Abfahrtsort empfing uns mit böigem Westwind, der die dicken Wolken rasant über die Gipfel der Allgäuer Alpen trieb. Doch sobald wir im Sattel unserer wendigen Kompakträder saßen, war die anfängliche Skepsis verflogen. Die erste Etappe führte uns auf einen ganz besonderen Radweg.

Fliegen auf der ehemaligen Bahntrasse

Der traumhafte Radweg in Richtung Lechbruck verläuft auf einer ehemaligen Eisenbahnlinie. Wer diese Strecken kennt, weiß, wie genial sie zu fahren sind: Keine extremen Steilwandstiche, sondern sanfte, perfekt geschwungene Kurven und ein wunderbar asphaltiertes Band. Nachdem wir den anfänglichen Seitenwind hinter uns gelassen hatten, drehte die Richtung. Der kräftige Westwind traf uns nun voll von hinten.

Mit Höchstgeschwindigkeit Richtung Lechbruck

Mit massivem Rückenwind und der sanften, flüsterleisen Unterstützung unserer Motoren fühlte es sich an, als würden wir regelrecht über den Asphalt fliegen. Die i:SYs lagen trotz ihrer kompakten 20-Zoll-Laufräder wie ein Brett auf der Piste. Ehe wir uns versahen, hatten wir die ersten 7,5 Kilometer hinter uns gelassen und steuerten mit einem breiten Grinsen im Gesicht direkt auf unser erstes großes Zwischenziel zu.

Der Lechfall und das ungezähmte Türkis in Lechbruck

Nach gut 12 Kilometern öffnete sich die Landschaft und gab den Blick frei auf die Ausläufer des Flusses, der dieser Region seinen rauen, alpinen Stempel aufdrückt.

Naturgewalt am Lechfall

Der tosende Lechfall und die darauffolgenden tiefen Einschnitte zeigen die unbändige Kraft des Wassers. Obwohl der Himmel über uns immer dunkler und bedrohlicher wurde, bildete das Wasser einen unfassbaren Kontrast: Der Fluss leuchtete in einem intensiven, fast surrealen Türkis, das im diffusen Licht der Abendwolken fast noch magischer wirkte als bei strahlendem Sonnenschein.

Ankunft bei den Lechstromschnellen

In Lechbruck angekommen, machten wir kurz Halt, um das Spektakel der Lechstromschnellen zu beobachten. Die Gischt spritzte auf, der Wind peitschte das Wasser auf und wir mittendrin. Genau in solchen Momenten zeigt sich die Qualität einer durchdachten Ausrüstung – wir fühlten uns pudelwohl und die Räder waren absolut in ihrem Element.

Zwischen Staumauern und Seenlandschaften

Ab Lechbruck änderte sich der Charakter unserer Tour fundamental. Die gemütliche Fahrt vor dem Wind war vorbei; nun mussten wir uns den Rückweg entlang der Staustufen erarbeiten.

Der Blick auf die Lechstaustufe 2 bei Prem

Wir passierten die mächtige Lechstaustufe 2 bei Prem. Die riesige Betonkonstruktion zähmt den Fluss und staut ihn zum Premer Lechsee auf. Von der Lech-Staumauer 2 aus bot sich uns eine fantastische, weite Kulisse: Links das glatte, aufgestaute Wasser, rechts das rauschende Strombett. Die dunkle Wolkenwand stand wie eine Wand hinter der Staumauer – ein absolut kinoreifes Bild.

Die raue Schönheit des Premer Lechsees

Wir hielten kurz am Ufer an, um den Blick auf den Premer Lechsee aufzusaugen. Trotz der Kälte und des stürmischen Wetters strahlte die Seenlandschaft eine tiefe, fast mystische Ruhe aus. Keine Menschenseele war unterwegs – wir hatten diese gewaltige Naturkulisse ganz für uns allein.

Die Alpenkette im Sturmvisier des Illasbergsees

Die Route forderte uns nun zunehmend heraus. Der Weg führte wellig nach oben, immer am östlichen Uferbereich entlang, wo der Wind uns nun frontal ins Gesicht blies.

Das Panorama von Buchenberg und Tegelberg

Schon von Weitem kündigten sich die mächtigen Silhouetten von Buchenberg und Tegelberg an. Die wolkenverhangenen Gipfel wirkten riesig und unnahbar. Doch anstatt uns von den Höhenmetern und dem heftigen Gegenwind einschüchtern zu lassen, schalteten wir einfach eine Unterstützungsstufe höher. Dank der unbändigen Kraft der Bosch Motoren verloren die Steigungen sofort ihren Schrecken. Wir kletterten mühelos bergauf, während uns die Böen um die Ohren pfiffen.

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Postkartenblick am Illasbergsee

Am Illasbergsee, einem wunderschönen Ausläufer des Forggensees, erreichten wir einen der spektakulärsten Aussichtspunkte der Tour. Von hier aus genossen wir trotz des Unwetters den grandiosen Blick auf die Allgäuer Alpen und den majestätischen Forggensee-Radweg. In der Ferne, fast schon unwirklich klein unter den dunklen Wolken, blitzte sogar die weiße Silhouette von Schloss Neuschwanstein und das markante Massiv des Säulings auf.

Das furiose Finale am Forggensee-Staudamm

Das letzte Drittel der Tour brach an. Die Beine waren noch frisch, die Akkus der Räder dank effizientem Einsatz prall gefüllt und das Finale versprach noch einmal technische Highlights.

Über die gigantische Lechstaustufe 1

Wir erreichten das nördliche Ende des Forggensees und überquerten die monumentale Lechstaustufe 1 – den Forggensee-Staudamm mit seinem beeindruckenden Kraftwerk. Hier oben peitschte der Westwind unbarmherzig über die freie Fläche. Die faszinierenden Skulpturen der Naturmechanik am Nordufer bildeten einen tollen Kontrast zu der modernen Ingenieurskunst des Staudamms. Unter uns schoss der Lech aus den Turbinen weiter ins Tal.

Entspannte Fahrt ins Ziel

Die letzten Kilometer führten uns direkt am Ufer des Forggensees entlang. Vorbei am Hotel Schwarzenbach rollten wir nach exakt 1 Stunde und 18 Minuten reiner Bewegungszeit wieder an unserem Zielpunkt ein. 300 Höhenmeter bergauf und bergab lagen hinter uns – gemeistert bei Sturm, dunklen Wolken und widrigsten Bedingungen. Kurz vor dem Ziel mussten wir noch eine kleine Engstelle überwinden. Also kurzerhand Lenker gedreht und hindurch, so einfach kann das mit einem i:SY gehen. Und das Fazit? Selten hat eine Tour bei solch einem Wetter so viel Spaß gemacht. Das i:SY hat bewiesen, dass es kein reines Schönwetter-Fahrrad ist, sondern ein echter Allwetter-Abenteurer!

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Tour-Statistiken im Überblick:

  • Gesamtdistanz: 30,5 km

  • Höhenmeter (Anstieg/Abstieg): 300 m / 300 m

  • Höchster / Tiefster Punkt: 820 m / 730 m

  • Geschwindigkeit: 23,5 km/h

  • Bewegungszeit / Gesamtzeit: 01:18 Std. / 01:33 Std.

Die schöne Tour auf Komoot

Autor: Thomas Fischer – Ingenieur & i:SY E-Bike-Experte - Genussradler aus Leidenschaft

Technik, die begeistert – und Radfahren, das glücklich macht. Als Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, ehemaliger i:SY Außendienstmitarbeiter und Inhaber des E-Bike Café Großostheim verbinde ich meine Leidenschaft für mechanische Perfektion mit jahrelanger Praxiserfahrung aus dem Kartsport mit Camping und ausgedehnten Radtouren. Mein Ziel ist nicht der schnelle Verkauf, sondern Ihr ideales „Traum-Setup“, das perfekt zu Ihrem Körper und Ihrem Einsatzzweck passt. Begleiten Sie mich auf meinen Touren und profitieren Sie von meinen tiefen Einblicken in die Produktion sowie meiner Expertise bei der Auswahl und ergonomischen Anpassung Ihres i:SY.
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