iSY auf Burg Frankenstein

iSY auf Burg Frankenstein

Mythos, Monster & Höhenmeter: Unsere i:SY Königsetappe zur Burg Frankenstein

Es gibt Songs, die sind wie ein lauer Sommerwind – leicht, poppig, 3 Minuten lang. Und dann gibt es die Rock-Opern. Die Tracks, die über 10 Minuten gehen, die Soli haben, die Höhen und Tiefen, Schweiß und Tränen. Unsere heutige Tour war genau das: Eine Rock-Oper auf 20 Zoll.

Zusammen mit Angela habe ich mich an eine Strecke gewagt, die in unserer Region legendär ist. Es ging von Arheilgen quer durch den Wald, hinauf zu den Mythen der Burg Frankenstein und über die Höhenzüge des Prinzenbergs wieder zurück. Knapp 50 Kilometer. Steile Anstiege. Rauschende Abfahrten. 

Viele denken bei „Kompaktrad“ an gemütliches Brötchenholen. Heute beweisen wir euch, dass das i:SY ein echtes Bergmonster ist – im positivsten Sinne! Schnallt euch an, dreht die Lautstärke auf (oder die Unterstützungsstufe), hier kommt der Bericht unserer „Monster-Tour“.

Wir starteten am Löwenplatz in Arheilgen. Es war einer dieser Sonntagvormittage, an denen die Luft schon verspricht: Heute wird es warm. Der erste Blick ging – na klar – zum Eislabor. Es liegt nur wenige Meter entfernt (943m um genau zu sein). 

Die Versuchung war groß, direkt mit einem Spaghetti-Eis zu starten, sozusagen als „Carbo-Loading“. Aber wir blieben stark. „Das ist die Belohnung für das Outro“, sagte Achim bestimmt. Und wenn Achim etwas sagt, dann wird das gemacht.

Wir rollten uns auf dem Rad- und Wanderweg Ruthsenbach ein. Ein wunderbares „Warm-up“. Der Motor surrte leise im Eco-Modus. Wir wollten Akkukapazität sparen, denn wir wussten: Der Frankenstein wartet nicht mit offenen Armen, er will erobert werden. Der Weg am Bach entlang ist meditativ, ein sanfter Einstieg, bevor die Bassline einsetzt.

Aristokratisches Flair in Kranichstein

Nach knapp 5 Kilometern änderte sich die Kulisse. Wir erreichten die Blickachse vom Jagdschloss Kranichstein. Wenn man hier steht, fühlt man sich kurz in eine andere Zeit versetzt. Barock, Jagdhörner, kutschende Adlige. Das i:SY Pop Art von Angela bildete einen herrlich frechen Kontrast zu der strengen Symmetrie der Schlossanlage. Wir umrundeten den Backhausteich. Das Wasser lag spiegelglatt da, nur unterbrochen von ein paar Enten, die wohl gerade ihren eigenen Beat schwammen.

Weiter ging es zum Steinbrücker Teich und dem Oberwaldhaus. Hier tobt am Wochenende das Leben. Familien, Tretboote und – für die Kleinen das Highlight – das Ponyreiten. Wir mussten uns mit unseren i:SYs fast schon entschuldigen, dass wir so „cool“ aussahen, als wir uns durch die Menge schlängelten. Die Wendigkeit unserer 20-Zöller ist hier Gold wert. Ein kurzer Schlenker um einen entlaufenen Luftballon? Easy. Das Oberwaldhaus ist so ein Ort, der nach „Heile Welt“ klingt. Dur-Akkord pur. Aber wir wussten: Das Moll (der Anstieg) kommt noch.

Flow auf der Schiene & Natur pur

Wir ließen den Trubel hinter uns und bogen auf die stillgelegte Bahnstrecke Darmstadt Ost–Groß-Zimmern ein. Für Radfahrer ist das der Himmel auf Erden. Wo früher Dampfloks schnauften, gleiten wir heute dahin. Keine Autos, keine Kreuzungen, nur ein endloses Band aus Asphalt (und festem Schotter), gesäumt von Bäumen. Hier schaltete ich in den „Tour“-Modus. Wir machten Tempo. Die i:SYs liegen bei 25 km/h satt auf der Straße wie ein Brett. Nichts flattert. Dieser Abschnitt ist der „Driving Beat“ unserer Tour. Man kommt in einen Flow, tritt im Takt, vergisst die Anstrengung.

Bei Kilometer 12 erreichten wir die Fischerhütte am Fischteich und das Naturbeobachtungsgebiet Fischerteiche. Stille. Wir stellten die Räder ab, nahmen einen Schluck aus den MonkeyLink-Flaschen und lauschten. Frösche, Vögel, das Rascheln im Schilf. Ein kurzer Ambient-Track inmitten der Tour. Diese Pausen sind wichtig. Nicht nur für die Beine, sondern für den Kopf. Man muss die Natur aufsaugen, um sie später am Berg in Energie umwandeln zu können.

Eberstadt und der Aufstieg beginnt

Jetzt wurde es ernst. Wir näherten uns Eberstadt. Der Mathildentempel bot uns bei Kilometer 18,7 einen ersten Vorgeschmack auf die Aussichten, die noch kommen sollten. Der Blick auf Eberstadt ist fantastisch. Man sieht die Dächer, die Kirchen, das Gewusel unten im Tal, während man selbst leicht erhöht steht. Wir passierten das Mühltalbad. Das Blau des Wassers leuchtete verlockend, und das Geschrei der Kinder im Freibad war der Soundtrack des Sommers. Aber wir hatten keine Badehosen dabei, wir hatten eine Mission: Den Berg.

Ab hier änderte sich der Rhythmus der Tour. Aus dem entspannten Pop-Song wurde Heavy Metal. Der Anstieg zur Burg Frankenstein ist kein Spaziergang. Er zieht sich. Er ist steil. Er fordert heraus. Hier zeigt sich, was im i:SY steckt. Viele belächeln die kleinen Räder. „Kommt ihr damit da hoch?“ Oh ja. Und wie! Dank des Bosch Performance Line Motors und der knackigen Übersetzung der Schaltung flogen wir die Steigung förmlich hinauf. Ein entscheidender Vorteil des i:SY am Berg: Die Geometrie. Durch den langen Radstand und den tiefen Schwerpunkt steigt das Vorderrad auch an steilen Rampen nicht hoch. Man klebt am Boden. Während Mountainbiker oft mit der Balance kämpfen, saßen Angela und ich entspannt im Sattel und ließen den Motor die Arbeit im „Turbo“-Modus machen.

Die Köhlerhütte am Frankenstein war ein kurzes Etappenziel, ein Luftholen. Dann die Kreuzung in der Nähe der Burg. Das Herz klopft – teils vor Anstrengung, teils vor Vorfreude.

Burg Frankenstein

Kilometer 26. Burg Frankenstein. Wir waren oben. Der Mythos lebt. Ob Mary Shelley nun wirklich hier war oder nicht, ist mir in diesem Moment egal. Die Atmosphäre ist magisch. Alte Mauern, dunkle Geschichte und ein Blick auf die Burg, der seinesgleichen sucht. Wir schoben die Räder in den Innenhof (Respekt vor den Fußgängern!). Der Blick hinunter in die Rheinebene ist gigantisch. Man sieht bis zum Odenwald, bis nach Frankfurt, bis zum Horizont. Wir fühlten uns wie die „Kings of the Hill“.  Achim machte ein Foto von ihrem Pop Art Bike vor den alten Zinnen. Modern Art meets Medieval. Ein Bild für die Ewigkeit (oder zumindest für unseren Instagram-Kanal). Hier oben bläst der Wind den Kopf frei. Man fühlt sich klein angesichts der Geschichte und gleichzeitig riesengroß, weil man es aus eigener Kraft (plus ein paar Watt aus der Steckdose) hierher geschafft hat.

Prinzenberg & Traisaer Hüttchen

Was hoch geht, muss auch wieder runter. Die Abfahrt war ein Rausch. Die hydraulischen Scheibenbremsen packten sicher zu, die breiten Reifen bügelten den Waldboden glatt. Wir steuerten den Melita-Brunnen an – frisches Quellwasser, besser als jeder Energy-Drink. Dann der Prinzenberg. Noch einmal eine Aussicht, die einem den Atem raubt. Der Blick vom Prinzenberg ist weicher, lieblicher als vom rauen Frankenstein. Hier sieht die Welt aus wie eine Modelleisenbahn-Landschaft.

Der Magen knurrte mittlerweile lauter als der Freilauf der Nabe. Kilometer 39,5: Traisaer Hüttchen. Rettung! Wir kehrten ein. Ein Radler, ein Handkäs mit Musik (wir sind schließlich in Hessen!), und die Welt war wieder im Lot. Man sitzt dort herrlich, trifft andere Biker und Wanderer. Die Stimmung ist ausgelassen. Man hat das „Monster“ bezwungen und darf nun genießen.

Oberfeld und das süße Finale

Der Rückweg war das „Fade Out“ unserer Rock-Oper. Wir rollten am Fischteich vorbei (ja, Wasser ist unser Element heute) und kamen auf das Oberfeld. Der Blick auf das Oberfeld kurz vor Darmstadt ist, besonders im späten Nachmittagslicht, pure Romantik. Die weiten Felder, die Stadt im Hintergrund, das warme Licht – hier könnte man stundenlang cruisen. Es ist der Moment, wo man nicht will, dass die Tour endet.

Aber sie musste enden. Und sie endete genau dort, wo wir es uns versprochen hatten. Kilometer 49,1: Arheilgen. Zurück am Löwenplatz. Zurück beim Eislabor. Wir stellten die staubigen (aber glücklichen) i:SYs ab. Wir bestellten das größte Eis, das auf der Karte stand. Wir hatten es uns verdient. 50 Kilometer. Ein Berg. Unzählige Eindrücke.

Fazit: Das i:SY kann alles

Diese Tour hat mir eines wieder ganz deutlich gezeigt: Wer das i:SY auf ein „Stadtrad“ reduziert, tut ihm Unrecht.

  • Am Berg: Ein Kletterkünstler dank Geometrie und Bosch-Power.

  • Auf der Strecke: Ein Langstreckenläufer dank Komfort.

  • Im Gelände: Ein robuster Partner dank breiter Reifen und stabilem Rahmen.

Ich war einfach nur glücklich, dass mein Sunny Yellow mich so zuverlässig durch diesen Tag getragen hat. Wir haben Monster bezwungen (den Anstieg), Mythen erlebt (die Burg) und Momente gesammelt, die kein MP3-File der Welt speichern kann. Fahrt diese Tour nach! Aber nehmt euch Zeit. Nicht zum Rasen, sondern zum Genießen. Und vergesst das Eis am Ende nicht.

Die schöne Tour auf Komoot

Autor: Thomas Fischer – Ingenieur & i:SY E-Bike-Experte - Genussradler aus Leidenschaft

Technik, die begeistert – und Radfahren, das glücklich macht. Als Diplom-Ingenieur für Elektrotechnik, ehemaliger i:SY Außendienstmitarbeiter und Inhaber des E-Bike Café Großostheim verbinde ich meine Leidenschaft für mechanische Perfektion mit jahrelanger Praxiserfahrung aus dem Kartsport mit Camping und ausgedehnten Radtouren. Mein Ziel ist nicht der schnelle Verkauf, sondern Ihr ideales „Traum-Setup“, das perfekt zu Ihrem Körper und Ihrem Einsatzzweck passt. Begleiten Sie mich auf meinen Touren und profitieren Sie von meinen tiefen Einblicken in die Produktion sowie meiner Expertise bei der Auswahl und ergonomischen Anpassung Ihres i:SY.
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