i:SY zur Munatur in Breitefeld
Erlebe die Historie der Munitionsanstalt und leckere Köstlichkeiten bei Maki, dem gemütliche Biergarten im Grünen.
Manchmal braucht man einfach eine Setlist, die alles hat: Sanfte Balladen, treibende Beats, mystische Intermezzi und ein Finale, bei dem alle mitsingen. Unsere heutige Tour war genau so ein „Concept Album“. Zusammen mit Angela habe ich unsere i:SYs gesattelt, um eine Route zu erkunden, die gegensätzlicher kaum sein könnte. Wir starteten im blühenden Arheilgen, tauchten ein in die fast schon surreale Landschaft der Muna bei Münster, entspannten am See und endeten klassisch mit dem besten Eis der Stadt.
Es war eine dieser Touren, bei denen man merkt: Ein i:SY ist nicht nur für die Stadt gemacht. Es ist ein Abenteuer-Tool. Mein i:SY E5 ZR F in Sunny Yellow leuchtete mit der Sonne um die Wette, und Angelas Pop Art Modell war der bunte Kontrapunkt zu den tiefgrünen Wäldern und den mystischen Brandflächen, die wir durchquerten.
Kommt mit auf diese rund 45 Kilometer lange Reise – eine Tour voller Überraschungen, Lost Places und purer Lebensfreude.
Unser Treffpunkt war das Blütenviertel in Arheilgen. Ein passender Name für den Start, denn alles um uns herum grünte und blühte. Die modernen Sitzbänke dort luden eigentlich schon zum Verweilen ein, aber der Beat des Tages trieb uns voran. Wir klickten unsere Schuhe auf die Pedale, aktivierten die Bosch-Systeme (Modus: Tour – wir wollten ja Strecke machen) und rollten los.
Die ersten Meter sind immer entscheidend für den Groove. Über die ZweiRad- und Fußgängerbrücke „Leißersteg“ ging es direkt über die Gleise. Brücken haben für mich immer etwas Symbolisches – sie verbinden Welten. Hier verbanden sie den urbanen Start mit der Freiheit, die vor uns lag. Kurz darauf die Arheilger Hausbrücke; Architektur, die man im Vorbeifahren fast übersehen könnte, wenn man nicht den Blick für Details hätte, den man als i:SY Fahrer automatisch entwickelt, weil man so entspannt aufrecht sitzt.
Der Duft des Frühlings: Hofladen Bauer Appel
Schon nach gut drei Kilometern meldeten sich die Sinne. Nicht die Augen, sondern die Nase. Der Duft von frischen Erdbeeren lag in der Luft. Wir passierten den Hofladen Bauer Appel. Spargel und Erdbeeren – das Gold Südhessens. Angela steuerte sofort den Parkplatz an. „Nur gucken“, sagte sie. Aber wir wissen alle, was das heißt. Dank ihres i:SY Frontträgers mit dem Klickfix-Korb ist „Spontankauf“ ja kein Fremdwort mehr. Ein Schälchen Erdbeeren wanderte sicher verstaut in den Korb. Die Folientunnel bei Arheilgen zogen an uns vorbei wie die Streichersektion in einem orchestralen Pop-Song – rhythmisch, gleichmäßig, endlos.
Into the Woods & Lost Places
Wir verließen das offene Feld und tauchten in den Wald ein. Der Holzpavillon im Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald bot sich für einen kurzen Orientierungs-Stopp an. Wir checkten die Route auf dem Smartphone, das sicher im Bosch SmartphoneGrip saß. Alles grün. Ein besonderer Hingucker war der tote Riesenbaum am Wanderweg Viesent. In der Musik würde man das eine „Pause“ nennen – ein Moment der Stille, der die Kraft der Natur zeigt. Totholz ist voller Leben, voller Insekten und Vögel. Ein natürliches Kunstwerk, an dem wir ehrfürchtig vorbeirollten.
Der Rhythmus der Schienen
Dann änderte sich der Untergrund. Wir erreichten den Rhein-Main-Bahn Waldweg nach Dieburg. Hier läuft es einfach. Die Reifen surren auf dem festen Boden, rechts von uns immer wieder der Blick auf die Bahnstrecke Darmstadt–Aschaffenburg. Wenn ein Zug vorbeirauschte, lieferten wir uns ein kleines Rennen – natürlich mit einem Augenzwinkern. Das i:SY liegt bei solchen Geschwindigkeiten satt auf der Straße. Der tiefe Schwerpunkt sorgt dafür, dass man sich fühlt wie auf Schienen – passend zur Umgebung.
Dann wurde es geheimnisvoll. Wir entdeckten das verlassene Bahnhofsgebäude an der Fohlenweide bei Dieburg und kurz darauf ein verlassenes Waldhäuschen. Diese „Lost Places“ haben einen unglaublichen Charme. Sie erzählen Geschichten von früher, ohne Worte. Angela parkte ihr Pop Art Rad vor dem alten Mauerwerk – ein Fotomotiv, das kontrastreicher nicht sein könnte: Das modernste, bunteste E-Bike vor dem verfallenden Grau der Geschichte. Das ist „Industrial Chic“ live erleben.
Auch der alte Baum an der Bahnlinie („Old tree by the railway line“) wirkte wie ein Wächter der Zeit. Wir fuhren die Tongrubenschneise entlang. Der Name klingt schon nach Arbeit, nach Erde. Aber für unsere gefederten Sattelstützen war das absolut kein Problem. Wir schwebten über Unebenheiten hinweg.
Das visuelle Spektakel – Muna & Feuer
Und dann kamen wir in einen Abschnitt, der diese Tour einzigartig macht. Das Gebiet rund um die Muna bei Münster. Hier hat es in der Vergangenheit gebrannt. Man könnte meinen, das sei ein trauriger Anblick. Aber weit gefehlt! Was wir sahen, war ein Farbenspiel der Extraklasse. Der verbrannte Wald bei der Muna und die verbrannte Waldlandschaft zeigten uns, wie kraftvoll die Natur zurückkehrt. Zwischen den schwarz verkohlten Stämmen, die wie grafische Zeichnungen in den Himmel ragten, leuchtete das frischeste, intensivste Grün, das man sich vorstellen kann. Farne rollten sich aus, junge Birken streckten sich dem Licht entgegen. Wir nannten es das „Phönix-Areal“. Es hatte nichts Bedrückendes, im Gegenteil. Es war faszinierend schön. Die Sonne brach ungehindert durch die fehlenden Baumkronen und setzte das verbrannte Waldgebiet bei Groß-Bieberau in ein fast theatralisches Licht. Für mich als Künstler war das pure Inspiration. Kontraste erzeugen Spannung – in der Musik wie in der Landschaft.




Die große Pause – Auszeit bei Maki
Nach so vielen visuellen Eindrücken brauchten wir eine Erfrischung. Kilometer 16,6: Auszeit bei Maki – Biergarten am See. Der Name ist Programm. Wir stellten die i:SYs ab, sicherten sie mit den Rahmenschlössern (und der Einsteckkette, sicher ist sicher, auch im Paradies) und setzten uns ans Wasser. Ein kühles Getränk, der Blick auf den See, das leise Plätschern… das ist der „Chillout Lounge“ Teil der Tour. Hier fällt jeder Stress ab. Wir beobachteten andere Radfahrer, die neugierig auf unsere Räder schauten. „Ist das das 20-Zoll-Rad, von dem alle reden?“, fragte ein Herr am Nebentisch. Und schon waren wir im Fachgespräch. Ich erklärte ihm die Vorteile des Zahnriemens (sauber, leise, wartungsfrei) und warum Angela mit ihren 1,65m und ich mit meinen 1,84m beide perfekt auf den gleichen Rahmen passen („One Size Fits All“ Geometrie sei Dank!). Es ist immer wieder schön zu sehen, wie das i:SY Menschen verbindet. Man kommt ins Gespräch, man lacht, man tauscht Tipps aus.
Der Rückweg – Kultur und tiefer Wald
Frisch gestärkt ging es weiter Richtung Urberach. Die St.-Gallus-Kirche begrüßte uns schon von Weitem mit ihrem Turm. Ein kurzes Nicken zur Kultur, dann rief wieder die Natur. Der Weg zum Forsthaus Bayerseich führte uns durch dichten, kühlen Wald. Nach der offenen Fläche bei der Muna tat der Schatten gut. Hier ist der Wald noch „klassisch“: Hochstämme, Laubdach, weicher Boden. Wir überquerten die Hegbachbrücke in der Hegbachaue bei Messel. Wasser ist auf dieser Tour unser ständiger Begleiter. Bäche, Seen, Tümpel – das Element Wasser sorgt für eine frische Brise, die das Radfahren auch an warmen Tagen zum Genuss macht. An der Trail-Kreuzung an der Hegbachaue gönnten wir uns einen kurzen Spaß-Moment. Das i:SY ist wendig genug, um auch mal einen schmaleren Pfad spielerisch zu nehmen. Ein kurzer Slalom um die Bäume – Angela lachte laut auf. Das ist „Ride it! Love it!“ in Reinkultur.
Das Finale – Kalkofen und Eislabor
Langsam näherten wir uns der 40-Kilometer-Marke. Der Magen meldete sich dezent zurück (die Erdbeeren waren längst weggeputzt). Perfektes Timing für den Biergarten „Zum Alten Forsthaus Kalkofen“. Ein Klassiker in der Region. Urig, gemütlich, ehrlich. Wir teilten uns eine Kleinigkeit, denn wir wussten ja, was noch kommen würde.
Der Endspurt führte uns über den Rad- und Wanderweg Ruthsenbach. Dieser Weg ist einer meiner Favoriten für den Heimweg nach Darmstadt/Arheilgen. Er schlängelt sich malerisch am Bach entlang, das Licht fällt gefiltert durch die Bäume, und man spürt, wie man der Heimat näher kommt. Und dann, bei Kilometer 45,1: Das Ziel aller Träume. Das Eislabor. Wenn eine Tour so endet, kann der Tag nur gut werden. Wir gönnten uns zwei riesige Kugeln (ich hatte Pistazie, Angela Mango – passend zu den Farben unserer Räder). Wir saßen auf dem Löwenplatz in Arheilgen, schleckten unser Eis und ließen die Tour Revue passieren.
Fazit: Eine Komposition in Dur
Diese 45 Kilometer waren wie ein perfekt produzierter Song.
Die Strophen: Die ruhigen Waldpassagen.
Der Chorus: Die spektakuläre Muna-Landschaft mit ihrem Farbenspiel.
Die Bridge: Die entspannte Pause am See.
Das Outro: Der genussvolle Heimweg am Bach.
Unsere i:SYs haben sich dabei wieder als die ultimativen Tour-Begleiter erwiesen. Mein Sunny Yellow hat die Sonne reflektiert und gute Laune verbreitet. Angelas Pop Art war der Star an jedem Haltepunkt. Technisch lief alles wie am Schnürchen: Die Shimano Nexus 5-Gang Nabe war in jeder Situation Herr der Lage, ob auf den schnellen Asphaltstücken am Bahndamm oder auf den Waldwegen. Die Scheibenbremsen gaben uns Sicherheit, und der Bosch-Akku hatte am Ende noch mehr als genug Reserven für eine Zugabe.
Warum ihr diese Tour fahren solltet: Wer Kontraste liebt, ist hier richtig. Die Mischung aus blühenden Feldern, tiefem Wald, den faszinierenden Brandflächen und gemütlichen Einkehr-Möglichkeiten (Maki & Kalkofen) ist einzigartig. Es ist eine Tour für Entdecker, für Genießer und für alle, die sehen wollen, wie schön unsere Region ist – selbst dort, wo man es auf den ersten Blick nicht vermutet.
Schnappt euch euer Rad (am besten ein i:SY!), packt ein paar Snacks ein und fahrt los. Die Muna ruft, und das Eis am Ende wartet schon!